Praxisferien 29.09.-17.10.2025

Vor dem Eingriff

Patienteninformation für das Aufklärungsgespräch mit dem Arzt

für Unterspritzungen mit Botulinumtoxin/
Hyaluronsäure/PRP/Skinboostern u.a.

Liebe Patientin, lieber Patient,

bei dir ist eine Faltenbehandlung durch eine Botulinumtoxininjektion bzw. eine Unterspritzung mit einem Filler (wie z. B. Hyaluronsäure, Calcium-Hydroxylapatit), eine bioregenerative Hautbehandlung oder eine andere Behandlung aus unserem Spektrum geplant.

Diese ausführlichen Informationen dienen deiner Vorbereitung für das Aufklärungsgespräch und sollten einmalig sorgfältig gelesen werden.

Im Gespräch am Behandlungstag erläutert dir dein Arzt die Vor- und Nachteile der geplanten Massnahme gegenüber Alternativmethoden und klärt dich über deine Risiken auf. Anschliessend kannst du deine Einwilligung in die vorgeschlagene Massnahme erteilen.

Nach dem Gespräch erhältst du auf Wunsch eine Kopie des ausgefüllten und unterzeichneten Bogens. Weitere spezifische Fragen und Antworten zu deiner jeweils geplanten Behandlung kannst du vorab unserer Homepage in den entsprechenden Kapiteln entnehmen.

01

Deine Behandlungsoptionen

Bei Mimikfalten kann durch eine Injektion von Botulinumtoxin A die Faltenbildung in den betroffenen Bereichen aufgehalten, bestehende Falten verbessert oder ganz beseitigt werden. Botulinumtoxin A blockiert die Übertragung von Nervenimpulsen an die Muskeln. Dadurch kann sich der behandelte Muskel nicht mehr zusammenziehen und erschlafft. Dies führt dazu, dass sich die betroffenen Gesichtspartien entspannen und Mimikfalten reduziert werden.

Botulinumtoxin findet schon seit vielen Jahren Anwendung in unterschiedlichen Bereichen der Medizin. Zur Faltenbehandlung ist es nur für bestimmte Anwendungen zugelassen und wird daher zum Teil auch im Off-Label-Use angewendet, das heisst ausserhalb der von der Arzneimittelbehörde eingegrenzten zulässigen Verordnung.

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit besteht in der gezielten Einspritzung von aufpolsternden Materialien. Eine bewährte Substanz stellt dabei die Hyaluronsäure dar. Dies ist eine körpereigene Substanz und Bestandteil des Bindegewebes. Sie kommt als ein zähflüssiges Hydrogel zum Einsatz, welches im Wesentlichen aus Wasser besteht.

Die Viskosität der Hyaluronsäure-Gele ist sehr unterschiedlich, sodass je nach geplanter Injektionsstelle ein geeigneter Füllstoff ausgewählt werden kann. Die Hyaluronsäure wird vor der Injektion aufbereitet und vernetzt, sodass sie langsamer abgebaut wird. Sie wird heute in der Regel biotechnologisch hergestellt, da bei aus tierischen Geweben gewonnener Hyaluronsäure sehr schwere allergische Reaktionen auftreten können und ein gewisses Risiko besteht, dass Krankheitserreger auf den Menschen übertragen werden.

Kombination mit Botulinumtoxin

Bei Mimikfalten im oberen Gesichtsdrittel (an Stirn oder seitlicher Augenpartie) kann auch eine Kombination der Unterspritzung mit Hyaluronsäure und einer Injektion von Botulinumtoxin A sinnvoll sein. Dadurch werden zum einen die Falten aufgepolstert und zum anderen die faltenverstärkende mimische Aktivität für eine gewisse Zeit unterbunden.

Kollagenbooster sind Produkte oder Behandlungen, die dazu beitragen, dem natürlichen Kollagenabbau entgegenzuwirken und die natürliche Produktion von Kollagen in der Haut zu steigern.

Calcium-Hydroxylapatit

Bei Radiesse® (Calcium-Hydroxylapatit) handelt es sich um einen Stoff, der auch im Körper durch Biomineralisation, etwa im Knochen, gebildet wird. Er wird in Form winziger Partikel in einem Gelträger injiziert und regt die Bildung von Kollagen an.

Poly-L-Milchsäure und Polycapronat

Sculptra®/Lanluma® (Poly-L-Milchsäure, PLLA) oder Ellansé® (Polycapronat) sind injizierbare Kollagenbooster, die zur Korrektur von Volumenverlusten und Falten im Gesicht sowie zur Hautfestigung verwendet werden. Wird Poly-L-Milchsäure in die Haut injiziert, löst sie eine Reaktion im Körper aus, die zur Bildung neuer Kollagenfasern führt. Durch die Stimulierung der Kollagenproduktion kann sie dazu beitragen, das Volumen in Gesicht, Hals, Dekolleté, Händen oder Po wiederherzustellen, Falten zu reduzieren und das Erscheinungsbild der Haut zu verbessern.

Bei ästhetischen Behandlungen mit PRP („Plättchenreiches Plasma“ / Platelet-Rich Plasma) wird dir zunächst eine kleine Menge venösen Bluts entnommen und dann in einer Zentrifuge das Plasma von den roten Blutkörperchen getrennt. Man erhält so konzentriertes plättchenreiches Plasma, welches reich an körpereigenen Wachstumsfaktoren ist.

Die Wachstumsfaktoren sind Proteine, die für die Regeneration und Reparatur des Gewebes verantwortlich sind. Durch sie werden Bindegewebszellen aktiviert (sogenannte Fibroblasten) und die Produktion von Elastin und Kollagen angeregt. Zusätzlich gelangen mehr Stammzellen in das unterspritzte Bindegewebe, die den natürlichen Prozess der Geweberegeneration mit Kollagenneubildung aktivieren. Mit der Zeit verbessert sich die Qualität der Haut. Falten und Fältchen werden sanft gemildert, die Haut wirkt frischer und gestraffter.

Kombination mit Microneedling

PRP kann mit Medical Microneedling kombiniert werden: ein Verfahren, bei dem die Haut mit feinen, kurzen Nadeln kontrolliert perforiert wird. Diese Mikroverletzungen regen die körpereigene Wundheilung an und fördern dadurch die Bildung von Kollagen, Elastin und neuer Hautzellen. Das Verfahren verbessert sichtbar die Hautstruktur, verfeinert Poren und mildert Falten, Narben oder Pigmentstörungen.

Polynukleotide (zum Beispiel Philart®) sind natürlich vorkommende Moleküle, die aus Ketten von Nukleinsäuren bestehen und zur Hautregeneration, zur Verbesserung der Hautqualität und zur Förderung der Zellneubildung eingesetzt werden.

Sie wirken antioxidativ, fördern die Hydratation und stimulieren die körpereigene Reparatur und Regeneration des Gewebes, wodurch die Haut glatter, straffer und frischer erscheint.

Die Injektionslipolyse ist ein minimal-invasives Verfahren zur gezielten Reduktion von Fettdepots in verschiedenen Körperbereichen. Dabei wird eine spezielle Compoundlösung, die Phosphatidylcholin und Desoxycholsäure enthält, in das Unterhautgewebe injiziert.

Phosphatidylcholin ist ein natürlicher Bestandteil der Zellmembranen und wird verwendet, um Fettzellen zu lösen. Desoxycholsäure ist eine Gallensäure, die ebenfalls Fettzellen zerstört, indem sie deren Membranen angreift. Diese Kombination führt dazu, dass die Fettzellen zerstört werden und deren Inhalt abgebaut und über den Stoffwechsel ausgeschieden wird.

Das Verfahren eignet sich besonders für die Behandlung kleinerer Fettpolster, die sich durch Diät oder Sport nicht entfernen lassen, wie zum Beispiel Doppelkinn, Reiterhosen oder lokale Fettpölsterchen an Bauch und Oberschenkeln.

Kleinere Fältchen können auch durch oberflächliche Verfahren wie Laserbehandlung, chemisches Peeling, Hautabschleifen oder Microneedling gebessert werden. Ausgeprägte Falten können auch im Rahmen einer Facelift-Operation korrigiert werden.

Dein Arzt bespricht mit dir, welches Verfahren er in deinem speziellen Fall empfiehlt.

Nach oben
02

Vorbereitung und Nachsorge

Vor dem Termin

Vorbereitung

Medikamenteneinnahme

Teile deinem Arzt mit, welche Medikamente du regelmässig einnimmst oder spritzt – insbesondere blutgerinnungshemmende Mittel wie Marcumar®, Heparin, Plavix®, Ticlopidin, Clopidogrel, Eliquis®, Lixiana®, Xarelto® oder Pradaxa® – oder welche du unregelmässig in den letzten acht Tagen vor dem Eingriff eingenommen hast.

Dein Arzt informiert dich, ob und für welchen Zeitraum du deine Medikamente absetzen musst. Setz solche Medikamente bitte niemals eigenmächtig ab.

Am Behandlungstag

Komm im Idealfall bitte wenig oder ungeschminkt zur Beratung und Behandlung.

Nach dem Termin

Nachsorge

Allgemeine Hinweise

  • Make-up erst wieder ab dem Folgetag
  • 48 Stunden keinen kreislaufintensiven Sport
  • Bis zum Abklingen der Schwellung keine Sauna, kein Solarium, keine intensive Sonne
  • Zwei Wochen keine Gesichtsmassage und keine invasive kosmetische Gesichtsbehandlung
  • Zwei Wochen keine Lasertherapie in der gleichen Region

Melde dich sofort bei uns, wenn es in den Stunden nach einer Hyaluronsäure-Behandlung zu Taubheit, zu einer lila-weisslichen Verfärbung mit netzartiger Struktur der Haut oder zu starken Schmerzen in der Region kommt.

Das ist höchst unwahrscheinlich – aber falls es eintritt, zählt jede Stunde. Du erreichst uns jederzeit unter 078 231 29 50.

Besonders bei Lippenunterspritzungen mit Hyaluronsäure

  • Bis zum Nachlassen der Betäubung keine heissen Getränke und Speisen und nicht rauchen – die Lippen sind taub
  • Lippenstift und Lippenpflege erst ab dem Folgetag
  • Sanfte Massage nach Abklingen der Schwellung, in der Regel nach 72 Stunden, für bis zu sieben Tage, um das Risiko einer Knötchenbildung zu minimieren

Besonders bei einer Nasenkorrektur mit Hyaluronsäure

  • Keine Druckbelastung der korrigierten Stelle, etwa durch Brille, Sonnenbrille oder Taucherbrille
Zeitliche Abstände

Abstände zwischen zwei Behandlungen

Bei jeglichem Volumenaufbau mit Fillern und Boostern gelten die folgenden Mindestabstände:

Volumenaufbau in derselben Region
mindestens 2 Wochen
Skinbooster, Polynukleotide, PRP
mindestens 4 Wochen
Kollageninduktoren
mindestens 6 bis 8 Wochen
Botulinumtoxin
mindestens 3 Monate
Kulanz

Nachbehandlungsfrist für Korrekturen

Sollte insbesondere bei Botulinumtoxin ein Ergebnis nicht zu deiner Zufriedenheit sein, bitten wir dich, dies zwischen dem 14. und 21. Tag anzumelden und eine Nachbehandlung bis zum Abschluss des ersten Monats durchführen zu lassen.

Nach Ablauf des Nachbehandlungszeitraums sind Reklamationen nicht mehr automatisch inklusive und kostenlos. Ausnahmen aufgrund von Verhinderung sind bei rechtzeitiger Anmeldung nach Absprache möglich. Wir bitten um dein Verständnis.

Davon ausgenommen sind unerwartete Nebenwirkungen und Späterscheinungen. Wenn etwas auftritt, das unsere Expertise erfordert, komm zu jedem Zeitpunkt bitte wieder zu uns – unabhängig von dieser Frist.
Nach oben
03

Risikoinformationen

Es ist allgemein bekannt, dass jeder medizinische Eingriff Risiken birgt – auch ein risikoarmes Verfahren wie die Gewebeauffüllung durch Unterspritzung oder die Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin.

Bitte hab Verständnis, dass wir dich aus rechtlichen Gründen über alle bekannten eingriffsspezifischen Risiken informieren müssen, auch wenn diese zum Teil nur in Ausnahmefällen eintreten. Dein Arzt geht im Gespräch auf deine individuellen Risiken näher ein.

Blutergüsse

Blutergüsse (Hämatome) an den Injektionsstellen treten häufig auf. Dadurch können sich Verfärbungen und Schwellungen bilden. Meist verschwinden sie auch ohne Behandlung nach Tagen oder Wochen.

Infektionen

Infektionen an den Injektionsstellen sind selten. Sollte es dennoch zu einer lokalen Infektion kommen, lässt sie sich in der Regel gut behandeln, beispielsweise mit Antibiotika. Nur in sehr seltenen Fällen können weitergehende Behandlungsmassnahmen erforderlich werden oder sich eine Infektion über das behandelte Gebiet hinaus ausbreiten.

Nervenschädigung

Eine Schädigung von Nerven durch die Injektionen ist selten. Taubheitsgefühl, Missempfindungen und Schmerzen können die Folgen sein. Meist sind diese vorübergehend. Selten bleibt zum Beispiel ein Taubheitsgefühl der Haut zurück.

Herpes

Eine Herpesinfektion kann reaktiviert werden und zu Herpesausschlägen im Injektionsbereich führen.

Allergische Reaktionen

Allergische Reaktionen, zum Beispiel auf das Füllmaterial, das Botulinumtoxin, Desinfektionsmittel, lokale Betäubungsmittel oder Latex, können zu Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen, Übelkeit und Husten führen.

Schwerwiegende Reaktionen wie Atemnot, Krämpfe, Herzrasen oder lebensbedrohliches Kreislaufversagen sind selten. Dann können unter Umständen bleibende Organschäden wie Gehirnschäden, Lähmungen oder dialysepflichtiges Nierenversagen eintreten. Allergische Reaktionen auf die biotechnologisch hergestellte Hyaluronsäure sind allerdings sehr selten.

Schwellungen durch eine vom Füllmaterial verursachte Komprimierung feiner Blut- und Lymphgefässe, zum Beispiel im Augenbereich, können ein bis zwei Wochen andauern. Sie bilden sich in der Regel aber vollständig wieder zurück.

Anfängliche Quaddeln, Rötungen oder Unebenheiten verschwinden meist nach wenigen Tagen. Selten kann es zu bleibenden Unebenheiten oder zur Einkapselung des Füllstoffs kommen, wodurch Knötchen (Granulome) und Verhärtungen der Haut entstehen können. Trotz einer regelgerechten Behandlung kann es zu einer Überkorrektur kommen.

Nach oberflächlichen Unterspritzungen können bläulich durchscheinende Hautstellen auftreten (Tyndall-Phänomen). Die Filler bauen sich mit der Zeit ab, was zu einer Besserung der Situation führt. Im Extremfall kann durch Injektion von Enzymen (Hyaluronidase) versucht werden, den Abbau zu beschleunigen.

Gefässverschluss

Gelangt Füllmaterial in seltenen Fällen in ein Blutgefäss, kann es zu einer Durchblutungsstörung kommen. Je nach betroffenem Gefäss kann dadurch auch das umliegende Gewebe beeinträchtigt werden. Bei bestimmten Gesichtsregionen besteht in sehr seltenen Fällen zudem das Risiko einer Beeinträchtigung der Sehkraft bis hin zum Sehverlust.

Gefässkomplikationen sind insgesamt sehr selten. Um dieses Risiko so weit wie möglich zu reduzieren, berücksichtigen wir die individuelle Anatomie und verwenden je nach Region und Indikation geeignete Injektionstechniken und Instrumente, beispielsweise stumpfe Kanülen. Hochrisikoregionen behandeln wir entsprechend besonders zurückhaltend beziehungsweise nicht mit Fillern. Für den seltenen Fall einer Gefässkomplikation halten wir die notwendigen Notfallmassnahmen und – bei Hyaluronsäure – Hyaluronidase zur sofortigen Behandlung bereit.

Durch die Behandlung kann es zu allgemeinen Beschwerden wie Mundtrockenheit, Schwindel, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Schwächegefühl, grippeähnlichen Symptomen und Übelkeit kommen.

Bei Behandlungen am Auge kann es zu Sehstörungen, Schielen, Störungen des Tränenfilms und im Extremfall zu einem erhöhten Augeninnendruck (Glaukom) kommen. Weitere Behandlungsmassnahmen können dann erforderlich werden.

Durch eine Lähmung benachbarter Muskelgruppen kann es zum Beispiel nach Injektionen im Augen- oder Stirnbereich für die Dauer der Botulinumtoxinwirkung zu einem hängenden Ober- oder Unterlid oder einer hängenden Augenbraue kommen. Selten kann es auch zur Bildung von Pigmentflecken kommen.

Anwendung ausserhalb der Zulassung

Bei der Anwendung von Botulinumtoxin ausserhalb der Zulassung handelt es sich um einen Behandlungsversuch, bei dem trotz der guten und umfangreichen Erfahrungen mit diesem Mittel das Auftreten bisher unbekannter Komplikationen und Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden kann. Bei Abwägung der Chancen und Risiken dieses Behandlungsversuches ist die Anwendung nach bisheriger Erfahrung durchaus vertretbar.

Unmittelbar nach der Unterspritzung können leichte Hautrötungen, Schwellungen und Blutergüsse auftreten, wie es bei anderen Unterspritzungen auch der Fall ist.

Ein besonderes Risiko ist die Bildung von Kollagenknoten unter der Haut. Regelmässige Massagen der behandelten Stellen können – je nach verwendetem Produkt – Teil der empfohlenen Nachsorge sein. Deine aktive Mitarbeit bei der besprochenen Nachsorge unterstützt einen möglichst guten Behandlungsverlauf.

Calcium-Hydroxylapatit ist nicht reversibel, das heisst, das visköse Gel kann nach dem Injizieren anders als Hyaluronsäure nicht mit Hyaluronidase aufgelöst werden. Daher verbietet sich der Einsatz in Regionen mit einem erhöhten Risiko für arterielle Verschlüsse, also zum Beispiel in der Nasolabialfalte, an der Nase, um das Auge oder an der Stirn.

Die Risiken der Behandlung sind sehr gering, da mit dem eigenen Blut behandelt wird. Kleine Blutergüsse, Rötungen und Schwellungen sind selten möglich.

Die Risiken der Behandlung sind sehr gering, da es sich um Nukleinsäurebausteine handelt und diese in jedem Körper ein natürlicher Baustein der DNA und RNA sind. Allergische Reaktionen sind aufgrund des hohen Reinheitsgrades äusserst selten.

  • Übermässige Reaktion auf die Lösung: Manche Patienten reagieren auf die Injektion mit stärkeren Entzündungsreaktionen, was zu lang anhaltenden Schwellungen oder Rötungen führen kann.
  • Unregelmässige Fettverteilung: In seltenen Fällen kann es durch ungleichmässige Injektionen zu einer unregelmässigen Fettverteilung kommen, was kosmetisch störend sein kann.
  • Nervenschädigungen: Bei einer Injektion in der Nähe von Nervenstrukturen besteht das Risiko einer Schädigung der Nerven, was zu Gefühlsstörungen oder Schmerzen führen kann.
  • Veränderte Hautstruktur: In sehr seltenen Fällen kann es zu Hautläsionen oder Verhärtungen kommen, die sich nicht vollständig zurückbilden.
  • Vorerkrankungen: Bei bestimmten Erkrankungen wie Leber- oder Niereninsuffizienz, akuten Entzündungen oder Autoimmunerkrankungen kann die Anwendung kontraindiziert sein.
Nach oben
04

Erfolgsaussichten und Wirkdauer

Je nach Behandlung entwickelt sich das Ergebnis unterschiedlich: Filler zeigen ihre formgebende Wirkung unmittelbar, während regenerative Verfahren ihre Wirkung schrittweise über das körpereigene Gewebe entfalten. Hier findest du die typischen zeitlichen Verläufe der einzelnen Behandlungen.

Die Wirkung beginnt sich nach einigen Tagen zu entwickeln und ist in der Regel nach etwa zwei Wochen gut beurteilbar. Je nach behandelter Zone, Muskelaktivität und individuellem Stoffwechsel hält sie typischerweise etwa drei bis sechs Monate an.

Sobald die Wirkung nachlässt, kann die Behandlung wiederholt werden. Zwischen zwei Behandlungen sollte grundsätzlich ein Abstand von mindestens zwölf Wochen eingehalten werden. In sehr seltenen Fällen können Antikörper gegen Botulinumtoxin entstehen und die Wirkung vermindern.

Die formgebende Wirkung von Hyaluronsäure ist direkt nach der Behandlung sichtbar. In den ersten Tagen können Schwellungen oder kleine Blutergüsse das Ergebnis noch etwas verändern. Die endgültige Beurteilung erfolgt deshalb in der Regel nach etwa zwei Wochen.

Hyaluronsäure wird vom Körper im Laufe der Zeit schrittweise abgebaut. Wie lange das Ergebnis erhalten bleibt, hängt unter anderem von Produkt, behandelter Region, Stoffwechsel und Ausgangssituation ab und kann von mehreren Monaten bis deutlich länger reichen. Bei nachlassendem Effekt kann das Ergebnis durch eine erneute Behandlung aufgefrischt oder weiter aufgebaut werden.

Kollageninduktoren regen die körpereigene Kollagenneubildung an. Das Ergebnis entwickelt sich deshalb schrittweise und wird typischerweise über mehrere Wochen zunehmend sichtbar.

Erste Veränderungen können sich nach einigen Wochen zeigen; die Kollagenbildung entwickelt sich typischerweise über etwa sechs bis zwölf Wochen weiter und kann durch eine zweite Behandlungsrunde zusätzlich unterstützt werden. Zur Erhaltung des Effekts kann je nach Produkt und individuellem Verlauf eine Auffrischung nach etwa zwölf bis vierundzwanzig Monaten sinnvoll sein.

PRP nutzt körpereigene Blutplättchen und die darin enthaltenen Signal- und Wachstumsfaktoren. Die Regeneration erfolgt über das eigene Gewebe und entwickelt sich deshalb schrittweise über mehrere Wochen. Für einen ausgeprägteren Effekt wird PRP üblicherweise als Behandlungsserie durchgeführt.

Bei Hautbehandlungen

Je nach Verfahren – PRP allein oder in Kombination mit Microneedling – baut sich die Veränderung über mehrere Wochen auf. Üblich ist eine Serie von mehreren Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen. Hautbild, Poren und feine Fältchen verändern sich schrittweise über zwei bis drei Monate.

Bei Haarbehandlungen

Hier arbeitet PRP über Haarzyklen, und ein Zyklus dauert Monate. Die Grundserie umfasst in der Regel drei bis vier Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen. Die erste Veränderung betrifft meist die Haarqualität nach rund drei Monaten; eine sichtbar höhere Dichte, wenn überhaupt, frühestens nach etwa sechs Monaten.

Entscheidend ist, dass überhaupt noch aktive Haarwurzeln vorhanden sind. PRP unterstützt Haarfollikel, die noch da sind, aber schwächeln. Wo die Fläche bereits kahl ist, ist der Follikel verschwunden – dort kann auch PRP nichts mehr aufbauen. Genau deshalb steht am Anfang die Beurteilung der Kopfhaut und nicht die Spritze.

Die Ursache des Haarausfalls verschwindet durch die Behandlung nicht. Ohne Auffrischung geht das Erreichte über die Zeit wieder verloren.

Polynukleotide unterstützen regenerative Prozesse und zielen auf eine schrittweise Verbesserung von Hautqualität, Feuchtigkeitsgehalt und Festigkeit. Die Veränderung entwickelt sich über mehrere Wochen.

Üblich ist eine Serie von zwei bis drei Sitzungen im Abstand von etwa drei bis vier Wochen. Die Veränderung von Hautqualität, Feuchtigkeitsgehalt und Festigkeit baut sich über zwei bis drei Monate auf und lässt danach langsam wieder nach, sodass eine Auffrischung sinnvoll wird.

Bei der Injektionslipolyse werden Fettzellen im behandelten Areal gezielt geschädigt und anschliessend über mehrere Wochen vom Körper abgebaut. Eine vorübergehende Schwellung in den ersten Tagen gehört zur typischen lokalen Reaktion.

Eine erste Veränderung lässt sich meist nach etwa vier bis sechs Wochen beurteilen. Je nach Grösse und Region des Fettpolsters können mehrere Sitzungen sinnvoll sein, üblicherweise mit einem Abstand von etwa sechs bis acht Wochen.

Die Behandlung eignet sich zur gezielten Konturierung lokaler Fettpolster, beispielsweise am Doppelkinn oder an ausgewählten Körperregionen.

Wie deutlich ein Ergebnis ausfällt und wie lange es anhält, hängt von der Ausgangssituation, der behandelten Region und der individuellen Reaktion des Gewebes ab. Dein Arzt bespricht mit dir vor der Behandlung, welches Ergebnis in deinem Fall realistisch zu erwarten ist.
Nach oben
05

Wichtige Hinweise

Rechtsgrundlage

Geltung von AGB und Datenschutzerklärung

Mit der Terminvereinbarung, der Behandlung sowie der Nutzung unserer Dienstleistungen erkennst du zusätzlich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie die Datenschutzerklärung der ConceptYOU Clinic AG als verbindlich an.

Die jeweils aktuelle Version ist jederzeit einsehbar unter AGB und Datenschutzerklärung der ConceptYOU Clinic AG.

Mit deiner Einwilligung bestätigst du, diese Informationen gelesen, verstanden und akzeptiert zu haben.

Rückerstattung

Rückerstattungsausschluss

Auch bei sorgfältiger Durchführung nach medizinischen Standards können die zuvor erläuterten, behandlungstypischen Reaktionen und selten auch Komplikationen auftreten.

Da das ästhetische Ergebnis zudem individuell wahrgenommen wird, besteht bei ordnungsgemäss durchgeführter Behandlung, aufgeklärten Reaktionen innerhalb des zu erwartenden Verlaufs oder subjektivem Nichtgefallen grundsätzlich kein Anspruch auf Rückerstattung des Behandlungspreises.

Solltest du mit dem Verlauf oder Ergebnis einer Behandlung nicht zufrieden sein, sprich uns bitte direkt an. Wir beurteilen die Situation medizinisch und besprechen mit dir, welche weiteren Schritte gegebenenfalls sinnvoll sind. Öffentliche Bewertungen oder deren Ankündigung begründen keinen Anspruch auf Rückerstattung oder andere geldwerte Leistungen.

Zum Termin

Mitnahme von Kindern und Jugendlichen

Bitte berücksichtige bei der Terminplanung, dass wir Kinder und Jugendliche erst ab etwa zehn Jahren alleine im Wartebereich zulassen, sofern sie alleine dort bleiben.

Solltest du ein jüngeres Kind mitbringen, ist prinzipiell nur eine Beratung möglich. Die Beaufsichtigung im Wartebereich während der Behandlung ist nicht gewährleistet, und die Anwesenheit im Behandlungsraum hat aus unserer Erfahrung oft erhebliche Auswirkungen auf die Behandlungsqualität – Unruhe des Kindes, Unterbrechungen bis hin zum Abbruch der Intervention. Wir können die Behandlung daher in den meisten Fällen nicht durchführen.

Ausnahmen können im Einzelfall unter Betrachtung der Situation gemacht werden. Idealerweise bitten wir dich aber, vorab eine Alternativlösung oder einen anderen Termin zu suchen. Wir danken vielmals für dein Verständnis.

Zum Termin

Mitnahme von Tieren

In den Klinikräumlichkeiten ist wie in den meisten medizinischen Betrieben das Mitbringen von Tieren nur nach vorheriger Absprache und Einzelfallbetrachtung möglich. In diesem Fall sollte eine Beaufsichtigung im Wartebereich gewährleistet sein. Wir danken vielmals für dein Verständnis.

Noch Fragen?

Sprich mit uns

Weitere spezifische Fragen und Antworten zu deiner jeweils geplanten Behandlung kannst du unserer Homepage in den entsprechenden Kapiteln entnehmen oder mit deinem Arzt beim Beratungsgespräch besprechen.

Für alle weiteren Fragen schreib uns auf WhatsApp oder an info@concept-you.ch.

Nach oben
Anrufen Termin WhatsApp